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Im Gedenken an Dr. Michaela Müller

* 14.12.1974 − † 08.06.2020

Mit Michaela Müller − ihr Pseudonym als Autorin war Svenja Bunt − verlieren wir eine Angehörige, eine Freundin und/oder eine Kollegin. Diese Seite dient ihrem Andenken und soll die Möglichkeit bieten, einen Gedanken, einen Gruß, eine persönliche Bemerkung zu hinterlassen.


Worte

JasonBycle, 2020/10/15 04:22
Hello! svenjabunt.de

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When such business proposals are sent, no personal data is used, and messages are sent to forms specifically designed to receive messages and appeals.
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Jürgen Leuther, 2020/08/04 15:26
Ich habe einmal mit Svenja Bunt am Rande einer DGSP Tagung in Berlin über eine andere "Philosophie der Psychiatrie" einen sehr guten Austausch geführt. Aber wir haben auch die Ernüchterung geteilt, dass viele Reformen im Sande verlaufen (u.a. Soteria) und viele Menschen mit psychiatrischen Erfahrungen immer noch in einem "ambulanten Ghetto" leben.
Ich habe meine Dissertation über Soteria nicht beendet und mich aus der Psychiatrie verabschiedet. Beruflich und persönlich. Aber ich darf noch leben und darüber bin ich sehr glücklich. Die Nachricht vom Tod Svenja Bunt hat mich sehr betroffen gemacht.
Manuela Lietzow, 2020/07/24 16:36
Ich habe Michaela Müller als Dozentin in der Platane 19 kennen gelernt. Ein Englisch Konversationskurs wurde angeboten. Mein Schulenglisch war schon seit Jahren verblasst und so freute ich mich auf den Kurs. Vom ersten Tag an hatte ich einen gute Draht zu Frau Müller. Ich erzählte, dass ich eine deutsche Mutter und einen amerikanischen Vater habe, mit den ich leider nicht aufwuchs. Und so war für mich der berufliche Werdegang von Frau Müller für mich sehr interessant. Sie hatte einige Jahre im US Staat Arizona gelebt und Philosophie studiert. Später erzählte sie uns, dass sie mitten im Studium erkrankte und ich bewunderte sie dafür für ihre Offenheit und ihren Mut.
Ich habe viele schöne Erinnerungen an Frau Müller. Zu jeder Englisch Stunde brachte ich eine meiner zahlreichen Musik CD’s mit. Frau Müller druckte die Texte aus den Internet, und in der nächsten Stunde gingen wir den Text durch und hörten uns den Song an. An einen schönen Sommertag gingen wir mit der Gruppe ins Guggenheim Museum zur Ausstellung (Found in Translation) und anschließend in ein Café. Wir feierten ihren Geburtstag und schenkten ihr eine Kino Karte, da sie gern ins Kino ging. Es gab Käse Torte die sie selbst gebacken hatte. Frau Müller redete uns mit den „Hamburger Sie“ an. Aus Höflichkeit und Respekt sprach ich sie mit „Frau Müller“ an, zumal sie auch eine promovierte Philosophin mit einen Doktortitel war. Später durfte ich sie duzen und sie beim Vornamen nennen. Eine schöne Erinnerung war unsere Weihnachtsfeier im Piano Café, wo ich einige schöne Bilder machte. Wir hatten immer viel Spaß mit ihr. Ihr unverkennbares Lachen war ansteckend. Sie erzählte uns auch von ihren Büchern „Verrückte Bücher“ und das sie auch für Zeitungen schreibt. Ihre Bücher veröffentlichte sie unter den Pseudonym Svenja Bunt.
Als leidenschaftliche Berlinale/ Kinogängerin, hatte ich mit ihr einiges gemeinsam. Über Jahre hatte ich für Strassenzeitungen geschrieben. In den Buch vom Paranus Verlag (Band 29) mit den Buchtitel „Einsamkeit“ haben wir beide eine Geschichte veröffentlicht. Ich sehe Frau Müller immer noch wie sie im Schritttempo und sehr nachdenklich die Straße entlang kam und so verließ sie auch wieder den Englisch Kurs. Wir schlenderte oft zusammen den Weg zur U-Bahn und sie fragte mich wie es meiner Tochter und Enkelin in den USA geht?

Der Kurs war nun schon lange beendet, als wir uns zum Gartenfest in der Platane trafen. Lange unterhielten wir uns über das Studium meiner Enkelin und sahen uns Bilder von meiner NY Reise an. Ich fragte sie ob sie vielleicht doch noch mal in die USA reisen würde. Sie antwortete „ Nein, das alles gehört in mein früheres Leben“.
Liebe Michaela: „Danke für dein Arrangement. Mit Lebensfreude bist du den Menschen begegnet. Du hattest für jeden ein offenes Ohr und standest uns mit Rat und Tat zur Seite. Du warst eine große Bereicherung für viele Menschen, egal ob Betroffene oder Professionelle. Ein letztes Mal sahen wir uns im Januar 2020 auf den U-Bahn Bismarck Straße. Ich stieg in den Zug als du vorbei liefst. Ich stand an der Tür und du sagtest „Wie geht es dir?“ Ich sagte „Danke gut“ und die Türen schlossen sich. Es war ein Abschied für immer.
Ich bin zutiefst erschüttert und traurig über den Tod von Michaela. Ich wünsche der Familie viel Kraft. DANKE Michaela - für alles!

Frau Michaela Müller war vom 5.9.2011 – 30.6.2020 ehrenamtlich als Englisch Dozentin in der Platane 19 tätig.
Madelaine Wollenberg, 2020/07/16 09:19
Liebe Michaela es war und ist eine Freude Dich kennengelernt zu haben. Ich danke Dir für all Deine Anregungen, Dein Nachfragen, Deine Inspirationen - ab und an haben wir uns abends - zufällig - getroffen Du beim Spazieren, ich beim Joggen - ich erinnere mich an Dein Lachen, an den Mut Persönliches zu fragen und an Dein Interesse.
Ich war erschüttert als ich von Deinem Weggehen in diesem irdischen Dasein erfuhr - aber es hat mir Wichtiges aufgezeigt, was ich im künftigen Wirken bestimmt weitertragen werde. Ich danke Dir auch dafür. Möge es Dir gut gehen und Du Deinen Frieden finden.
Klaus Nuißl, 2020/07/10 17:32
Liebe Michaela,

wir haben uns in Hannover kennengelernt, sind spazierengegangen um den Maschsee. Ich war beeindruckt von der Klarheit Deiner Gedanken, Deiner Entschiedenheit und es wunderte mich nicht, wieviel Erfolg Du hattest auf Vorträgen, Workshops, mit dem Schreiben. Du hast mir seitdem in regelmäßigen Abständen SMS geschrieben, so wie wir es vereinbart hatten, in Kontakt zu bleiben - Du hast Dich an Dein Wort gehalten, ich hätte es wohl nicht geschafft.

Ich bin erschüttert, traurig und denke an Dich. Es wird immer wieder eine Kerze bei mir brennen und mich begleiten.
Alija Aufstand , 2020/07/06 21:49
Wir haben uns getroffen, als ich gedemütigt wurde. Wir haben uns unterhalten, ganz ehrbar, Du wolltest das verstehen. Du warst so unbändig tolerant in dem Moment. Wir, die Psychiatrie- Szene und Szenen, stehen vor vielen Jahren der Wechsel und des Wechsels. Vielen warst Du in dieser Zeit Glückspilz und Vorarbeiterin. Das wird so bleiben. Wir haben so viele Verluste zu betrauern in letzter Zeit. Warum sterben immer diese Guten? Dein Vortrag beim ddpp von Frau Professorin Haebler war ein Icebreaker für mich. Mit stillem Händedruck und aufrichtiger Anteilnahme.
Ilse Eichenbrenner, 2020/06/29 11:39
Michaelas Tod beschäftigt mich nun schon einige Wochen. Ein Nachruf sollte verfasst werden, und einige Arbeiten sind zu benoten, die Michaela noch im Rahmen ihrer Tätigkeit als Dozentin an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen angeregt hatte. Ich denke an die Fallseminare, die ich mit ihr gemeinsam moderiert habe. Dabei hat mich ihre ganz eigene und zutiefst menschliche Sicht auf Klienten und Entwicklungen beeindruckt, die häufig zu erstaunlichen Einsichten führte.
Michaela, ich habe Dein tiefes Lachen noch im Ohr, wenn du dich vor allem über Dich selbst amüsiert hast. Ich bin noch immer beeindruckt von Deinem Weg in den letzten Jahren, und erschüttert über das Ende dieses Wegs. Du bleibst in unseren Herzen.
Hartmut Haker, 2020/06/28 20:18
Wir haben beide aus Betroffenensicht geschrieben und uns für die psychisch Erkrankten engagiert. Du etwas wissenschaftlicher. Ich etwas mehr in Romanform. Danke dass Du immer wieder meine Texte auf Verrückte Bücher gebracht hast. Wir haben uns ein paar Mal beim DGPPN-Kongress gesehen. Weil wir ähnliche Erkrankungen haben kann ich vieles nachvollziehen. Ich werde auch in Deinem Namen weiter für die Entstigmstisierung kämpfen. Hartmut Haker aus Ratzeburg.
Monika Schicketanz, 2020/06/28 11:23
Liebe Michaela,
wir haben bei verschiedenen Veranstaltungen und Schulungen gemeinsam unsere Standpunkte als Psychiatrieerfahrene auch in Beschäftigungsverhältnissen vertreten. Eine Zeitlang haben wir uns auch des öfteren privat getroffen. Dabei habe ich dich immer so bewundert wie klar du bist. Du warst mir ein Vorbild wie ich Grenzen ziehe für mich. Auch deine Haltung und der Kampf für die Genesungsbegleiter bei Arbeitgebern hat mich immer wieder beeindruckt und mir selber die Kraft gegeben diese Pionierarbeit weiterzuverfolgen.
Unseren jährlichen Austausch zu Weihnachten oder Silvester werde ich vermissen.
Ich bin dir sehr dankbar für das was du in mir bewegt hast.
Mir bleibt nur zu hoffen, dass es dir jetzt gut geht wo du bist.
Evelin Kayser-Sturm , 2020/06/28 11:17
Unsere Angehoerigengruppe und Teilnehmer*innen des geplanten Vortrags hätten Svenja Bunt gern am 14. September 2020 in Wolfsburg persönlich erlebt.Ich hatte zu Svenja Bunt telefonischen Kontakt, wir haben gute Gespräche geführt und ich war sehr gespannt auf den Abend mit ihr. Die Nachricht ihres Todes hat mich tief getroffen. Möge sie Ruhe und Frieden finden, wo immer sie jetzt auch sein mag.

Alles Liebe, Evelin Kayser-Sturm im Namen der SHG.
Jean-Philippe , 2020/06/25 13:09
Du fehlst uns!
Danke für Horizonterweiterung,
Danke für Mut zum anders sein,
Danke für Heiterkeit,
Danke für nicht-zufrieden-geben,
Danke für Pionierarbeit,
Danke für Perspektivwechsel,
Danke für gemeinsam lachen,
Danke für nicht-bewerten,
Danke für Inspiration!
Du wirst uns auch weiterhin inspirieren liebe Michaela!!!
Michael Starke, 2020/06/24 10:20
Ich habe dich als Kollegin kennen und schätzen gelernt. Schön dass wir ein Teil des Weges gemeinsam gegangen sind.
Ich und meine KollegInnen werden dich immer in guter Erinnerung behalten.

Adieu!
Gudrun Weißenborn, 2020/06/23 16:56
Ich hatt die Freude, einige Seminare mit Michaela gemeinsam zu moderieren. Vielen Dank für die wertvolle Zeit!
Markus Gams, 2020/06/22 21:54
Mit Bestürzung erfuhr ich erst heute, das Svenja bzw. Michaela unerwartet von uns gegangen ist... Ich durfte Svenja im Rahmen von Veranstaltungen zum Thema EX-IN kennenlernen und der, wenn auch meist immer nur kurze, Austausch war immer eine Bereichung und es war beeindruckend zu erleben und hören, welche Wege sie in ihrem Leben gegangen ist. Mit bleibt nur ein "Rest in Peace" in den Himmel zu schicken und die vielen schöne Momente in Erinnerung zu behalten!
Andrea Manke, 2020/06/22 09:07
Was hab ich gern mit Dir gelacht,

über neue Projekte nachgedacht.



Nach Corona wollten wir unser 3tes Projekt beginnen, eine weitere Nutzerbefragung...



Liebe Michaela, Du fehlst mir. Ich danke dem Leben für die Zeit, die ich mit Dir verbringen konnte.
Hermann Stemmler, 2020/06/19 10:16
Danke, liebe Michaela, ich werde unsere Gespräche und Begegnungen für immer in Erinnerung behalten - du fehlst mir QQ
Bernd Andreas Czarnitzki, 2020/06/19 10:14
Leider durfte ich Michaela Müller/Svenja Bunt nicht selbst kennen lernen. Aber ihre Art zu schreiben, die ich in den Artikeln der Psychosozialen Umschau genießen durfte, hat mich dazu bewogen, das Heft zu abonnieren. Und genau ihre Art alles zu durchdenken und in den Artikeln aufzugreifen, wird mir fehlen. Danke dafür.
Tina Lindemann, 2020/06/18 13:25
Es war mir ein Vergnügen mit Dir zu diskutieren, zu denken und zu arbeiten. Danke für die gemeinsame Zeit.
Mögest Du Ruhe finden.
Susanne Stier, 2020/06/17 19:28
Hallo Michaela,
erinnerst Du Dich - an den Moment, als wir in Berlin zusammensaßen und uns über all Deine wunderbaren Erfolge in Deinem Ex-In-Leben gemeinsam freuten? Erinnerst Du Dich, als Du mir das erst Mal von Svenja Bunt erzähltest und was sie alles für Pläne hatte? Wie sehr habe ich Dir Dein Glück gegönnt, das Du Dir so sehnlichst gewünscht hast. Damals hattest Du dunkle Ringe unter Deinen strahlenden Augen....ich habe damals nicht weiter nachgefragt, schade! Vielleicht hätte ich etwas erfahren, womit ich Dich damals hätte ein wenig "stören" können in all Deiner fragilen Aufgeräumtheit.

Ich denke an Dich und wünsche Dir dort, wo Du jetzt bist, das Glück und die Zufriedenheit, nach der Du Dich hier auf Erden immer so gesehnt hast.
Jenny Ziegenhagen, 2020/06/17 17:14, 2020/06/17 17:16
Svenja Bunt schrieb im Buch "Inklusion für die gemeindepsychiatrische Praxis" dessen Mitherausgeberin sie war: "Wenn eine schwerwiegende psychische Erkrankung auch als soziales Scheitern angesehen wird, wie kann Inklusion in dieser Situation funktionieren? Wäre es denkbar, diese Wertungen aufzuheben? Wie wäre es, wenn wir von Kindheit an dächten, jeder sollte einen passenden Weg im Leben finden und liebe Menschen, mit denen ihn ein Band aus gegenseitiger Unterstützung verbindet?"
Sie bezieht sich hier auf die Benachteiligung und die Außenseiterrolle von Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen. Die Ursache dafür sah Svenja in vorhandenen Barrieren, in Formen der Stigmatisierung und in einem Wertesystem, welches unsere Lebenswelt, unser Handeln und unsere Art, individuelle Leben zu betrachten und zu beurteilen, massiv bestimmt. Sie hat dieses Wertesystem auf ihre leise Art immer wieder deutlich kritisiert. Persönliche Themen spiegelten sich in dieser Auseinandersetzung wieder.

Ich habe Michaela Müller als aufmerksame Zuhörerin, als mitfühlende Freundin, als kluge Ratgeberin erlebt. Wir haben Freuden miteinander geteilt und Hoffnungen wachsen lassen.

Auf Vaclav Havel geht der Satz zurück: "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat; egal wie es ausgeht." Ich vermute, dass Michaela diese These kritisch diskutiert hätte. Dennoch: sie hat dieses Prinzip gelebt.
Susanne Ackers, 2020/06/17 17:08
Während des Eröffnungsabends in den Osramhöfen in Berlin im Rahmen der DGSP-Jahrestagung 2016 gesellte ich mich zu meiner Kollegin Michaela Müller, die im Außenbereich an einem Stehtisch mit einer anderen Frau im Gespräch war. Wir unterhielten uns - ich weiß nicht mehr über was - gut und intensiv. Den Vornamen der anderen Frau erinnere ich nicht mehr. Sie sprach Michaela mit Svenja an. Ich wußte von Michaelas schriftstellerischer Identität und dennoch war es für mich das erste Mal, Michaela in ihrer Rolle als Svenja zu erleben. Für mich erschien sie in dem, was sie sagte, ihre kluge und reflektierte Art der Entwicklung von Gedanken im Gespräch und ihre Selbstverständlichkeit als engagierte Betroffene auch schwere Themen mit Leichtigkeit anzusprechen, ganz „normal“. In diese Situation hinein „platzte“ eine weitere Frau. Sie sprach Svenja mit „Michaela“ an. Ich erwartete eine irritierte Reaktion der Frau, die sie offensichtlich als Svenja kannte. Zu meiner Verwunderung geschah nichts dergleichen. Wir unterhielten uns zu Dritt weiter und banden die Hinzugekommene in unser angeregtes Gespräch ein. Oft dachte ich daran, Michaela auf diese Situation rückblickend anzusprechen. Ich habe es versäumt. Aktuelleres drängte sich stets in den Vordergrund. Michaela und Svenja: Ihr seid in meinem Herzen!
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start.txt · Zuletzt geändert: 2020/06/18 00:54 von dokuwiki

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